Mobilfunknetzwerke werden durch falsch eingestellte Smartphones belastet
17. Februar 2010
Auf dem MWC (Mobile World Congress) 2010 erklärte der Chef von Nokia Siemens Networks, dass das Datenvolumen in Mobilfunknetzwerken bis 2015 explosionsartig ansteigen soll. Dem sei nur mit intelligenten Netzwerken und richtig konfigurierten Endgeräten zu begegnen.
Auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona rechnete der Nokia-Siemens-Networks-Chef Rajeev Suri den Anstieg des Volumens der mobilen Datennutzung von 10.000 Prozent bis 2015 vor. "Wenn Sie glauben, starken Datentraffic bereits zu kennen, dann kann ich Ihnen sagen: Das ist alles noch gar nichts. Der Traffic wird weiter ansteigen", sagte Suri.
Laut der Rechnung soll im Jahr 2015 durch die Verwendung von Smartphones, Tablets, Notebooks mit Datenstick und Machine-to-Machine-Verbindungen in den Mobilfunknetzen ein Datenvolumen von 23 Exabytes erreicht werden (1 Exabyte = 1 Milliarde GByte).
Einfach nur die Kapazität der Netzwerke auszubauen und zu hoffen, dass das bei gleichbleibenden Kosten schon ausreichen werde reicht nicht. Intelligente Netzwerke für intelligente Endgeräte sind gefragt. Suri: "Signalisierung reduzieren, darunter verstehen wir, die allgemeine Kommunikation zwischen Netzwerk und Endgerät zu senken, was zudem auch die Akkulaufzeit verbessert."
Richtig konfigurierte Endgeräte: Zum Beispiel hat ein schlecht eingestelltes Endgerät im Netz eines Mobilfunkbetreibers, ein Kunde von Nokia Siemens Networks, 25.000-mal im Monat sinnlose Verbindungen aufgebaut.
Natürlich hängt dies auch stets von Endkunden ab. So können zum Beispiel sinnlose Downloads vermieden werden -> Videodownloads (Youtube) und nicht für alles Apps anbieten (die Hersteller) bzw. installieren (Verbraucher). Zudem Werbung und Spam mindern - Entwickler von Webseiten. DUrch den Einsatz von Webseiten, die extra für Smartphones gemacht sind, kann der Traffic auch minimiert werden.
Die Anbieter sollten vielleicht auch nicht für alles eine Flatrate anbieten, zumindest solange nicht, bis das Netz der Last gewachsen ist.





