Beschwerde von Verleger gegen Google - Kartellamt eingeschaltet
16. January 2010
Nicht zuletzt, weil Google gutes Geld im Internet macht, wurde das Kartellamt eingeschaltet. Google soll gefälligst teilen, so fordern es die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, die sich beim Bundeskartellamt über die Suchmaschine beschwert haben. Die Aufnahme eines Verfahrens wir nun geprüft.
Google-Deutschland-Sprecher Kay Oberbeck: "Wir sind natürlich gern bereit, dem Bundeskartellamt unsere Produkte und Geschäftspraktiken zu erklären, und wir sind davon überzeugt, dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen".
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) fordert von Google eine faire Internetsuche, bei der der Konzern keine Treffer bevorzugt behandelt ("fair search"), und eine finanzielle Beteiligung ("fair share").
Ein BDZV-Referent hatte vergangenen November gesagt: "Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden".
1,2 Milliarden Euro werden jährlich durch Anzeigen "generiert", die bei einer normalen Suche neben den Ergebnissen platziert sind, so ist es auf Spiegel.de zu lesen.
Google-Sprecher Oberbeck wies außerdem noch darauf hin, dass Google 2009 weltweit ca. 4,2 Milliarden Euro an Verleger gezahlt habe.





